9/11 – Als die Welt den Atem anhielt

Schlagzeile im Kölner Express - Bild: Bronisz

Köln – Heute jährt sich zum zwanzigsten Mal der Terroranschlag gegen Amerika. Oder sollte ich die Terroranschläge sagen? Zwei Flugzeuge rasten in die Türme des World Trade Centers. Das erste Flugzeug in den Süd-, das zweite Flugzeug in den Nordturm. Dachte man beim ersten Flugzeug noch an einen Unfall, wurde man mit dem zweiten Einschlag auf schreckliche Weise eines besseren belehrt.

Die Welt hielt an diesem Tag den Atem an. Ich kann mich noch genau an die schrecklichen Ereignisse erinnern. Nicht nur die Terroranschläge auf das WTC, auch den Anschlag auf das Pentagon und den verhinderten Anschlag, der offensichtlich das „Weiße Haus“ zum Ziel hatte. Dieser Anschlag wurde durch das beherzte Eingreifen der Passagiere des Flugzeugs verhindert, was ihnen selbst das Leben kosten sollte.

Titelseite Express vom 12. September 2001 – Bild: Bronisz

Ich erinnere mich noch, dass, gerade von der Arbeit kommend, die Menschen, die ich auf der Straße und an der U-Bahn-Haltestelle gesehen habe, sich irgendwie seltsam verhielten. Gedacht hatte ich mir eigentlich nichts dabei, vielmehr nahm ich an, dass sie ja ebenfalls Feierabend hatten und auch endlich nach Hause wollten. Zu Hause angekommen merkte ich aber dann doch, dass irgend etwas anders war. Die Straße war merkwürdig leer. Als ich dann gegen 17 Uhr die Nachrichten eingeschaltet habe, so kann ich es sagen, erkannte ich den Grund und war extrem geschockt.

Im Verlaufe des Abends, die vielen Sondersendungen, und den nachfolgenden Tagen machte sich auch die Angst vor einem drohenden Welt-Krieg breit. Daran kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Als ich am Tag nach den Anschlägen die Zeitung kaufte, wusste ich auch, dass ich hier, -im Wortsinn-, Zeitgeschichte in den Händen halte. Ich habe die Zeitung vom 12. September 2001 behalten und gut auf Seite gelegt. Die Welt stand damals, -auch im Hinblick auf die Gemengelage im Nahen Osten-, am Abgrund. Schon in der Nacht nach den Anschlägen wurden die ersten Raketen auf Kabul abgefeuert. Bei uns gab es Hamsterkäufe wie in der ersten Welle der Corona-Pandemie. Und bei aller Kritik an dem, was nach den Anschlägen geschehen war, bis hin zu heute und den Evakuierungen aus Kabul. Wir können froh sein, dass es nicht zu einem dritten Weltkrieg gekommen ist, denn wir standen in jenen Tagen tatsächlich am Abgrund.

Artikel drucken

Share This:

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*