70 Jahre danach: 8. Mai – Tag der Befreiung und des Gedenkens an die Opfer des Faschismus

Transparent von "Köln stellt sich quer" - Bild: © 2015 Bronisz

Köln – „70 Jahre danach: 8. Mai – Tag der Befreiung und des Gedenkens an die Opfer des Faschismus“ hieß die Veranstaltung, zu der das Bündnis „Köln stellt sich quer“ am 8. Mai aufgerufen hatte. Zahlreiche Gäste, auch aus der Kölner Kommunalpolitik, folgtern der am Hansplatz vor dem Denkmal durchgeführten Veranstaltung.

In ihren emotionalen Reden machten Wolfgang Uellenberg von Dawen, Historiker und Sprecher des Runden Tisches für Integration, die Initiative Keupstraße ist überall und Figen Gürsel, die das Grußwort hielt, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, auf die Gefahren von Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz aufmerksam. Sie stellten die Frage, wie es möglich sein kann, dass man noch 70 Jahre nach der Befreiung gegen diese Gefahren kämpfen muss und machten deutlich, wie man heute, bis in die Mitte unserer Gesellschaft, mit Flüchtlingen umgeht.

Kranz vor der "Frau mit dem toten Kind" - Bild: © 2015 Bronisz
Kranz vor der „Frau mit dem toten Kind“ – Bild: © 2015 Bronisz

Der Veranstaltungsort vor der durch den niederländischen Bildhauer Mari Andriessen entworfenen Bronzeskulptur „Frau mit dem toten Kind“ war mit Bedacht gewählt. Diese Bronzestatue, 1959 enthüllt, erinnert an die nationalsozialistische Diktatur. Und so sprach auch Wolfgang Uellenberg von Dawen die Worte eines KZ-Überlebenden, der nach der Befreiung sagte, dass die Befreiung auch die Befreiung aus der Hölle war.

Für die musikalische und literarische Begleitung sorgte der Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd. Eine kleine Bilderstrecke kann hier angeschaut werden.

Artikel drucken

Share This:

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen.