1. Mai in Köln – „Vielfalt – Solidarität – Gerechtigkeit“

Geschäftsführer DGB Köln, Wittich Rossmann. - Bild: Bronisz

Köln – Zur Maikundgebung auf dem Heumarkt, am gestrigen Dienstag kamen zwischen 6000-7000 Teilnehmer aus Köln und Umgebung. „Vielfalt – Solidarität – Gerechtigkeit“ war das Motto der DGB-Veranstaltung und der Geschäftsführer des DGB Köln, Wittich Rossmann, stieg auch gleich voll in das Programm ein. So prangerte Rossmann die aktuellen Entwicklungen der Online-Welt an: „Die digitale Transformation in der Medienwelt hat die Arbeit härter, komplexer und schlechter bezahlt gemacht, und auch mit der hippen „Plattformökonomie“ gehen prekären Arbeitsbedingungen und Entgelten einher.“ Dabei sprach er gezielt von den ausgebeuteten Fahrern der Lieferdienste „Foodora“ und „Deliveroo“. Die Beschäftigten dieser Kölner Lieferdienste konnten einen Betriebsrat gründen. Allerdings wurde einem der Gründer des Lieferdienstes „Deliveroo“ danach der Vertrag nicht mehr verlängert.

Semih Yalcin, Foodora, und Orvy Mittermayer, Deliveroo, sind Betriebsräte. – Bild: Bronisz

Die zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft war ebenfalls ein Thema das Rossmann ansprach. Er forderte als Gegenmaßnahme eine höhere Besteuerung von Vermögen und Erbschaften. Auch die im Grundgesetz festgeschriebene Enteignung sei eine Möglichkeit.

Frieden und Abrüstung sei das Gebot, weswegen der DGB nicht nachlassen werde, gemeinsam mit Friedensinitiativen, Kirchen aller Konfessionen und Papst Franziskus sich weiterhin für Frieden und Abrüstung einzusetzen. Damit übte Rossmann Kritik an der Forderung, den Wehretat auf 2 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung zu erhöhen.

Zum ersten Mal dabei. R-mediabase. – Bild: Bronisz

Neben dem Bühnenprogramm und den Ständen von Parteien, Initiativen und Gewerkschaften war zum ersten Mal auch R-mediabase mit einem Stand vertreten. Das Forum für mediale Gegenöffentlichkeit konnte interessierten Besuchern Fotos und Fotobücher präsentieren und durfte sich über einen guten Zulauf freuen. So wird R-mediabase vermutlich auch im nächsten Jahr wieder mit einem Stand vertreten sein und aktuelle Fotos und Bücher präsentieren. Gegenöffentlichkeit ist ein wichtiger Faktor in der Medienlandschaft. Gegenöffentlichkeit hält sich außerhalb des Mainstreams und zeigt der Gesellschaft was der Mainstream zumeist außen vor lässt.

Natürlich gab es nach dem politischen Teil der Kundgebung auch einen kulturellen Teil. Neben den Kabarettisten Wilfried Schmickler und Robert Grieß traten auch „Kalle Kuul“ und „Miljöh“ auf und rundeten das Programm ab.

Zur Bilderstrecke.

Artikel drucken

Share This:

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*